Automatisierung & Workflows

Make

Visuelle Workflow-Automatisierung mit sehr flacher Lernkurve, historisch stark im deutschsprachigen Raum verbreitet.

Sehen wir beim Kunden · Geprüft am 8. August 2026 · Website des Anbieters
Keine Zeit? Lass dir Make von einer KI erklären
Preisab rund 9 US-Dollar im Monat, Abrechnung nach Operationen, Kosten steigen mit Volumen deutlich
SchnittstelleVollständige API
MCPOffizieller MCP-Server
EU-HostingEU-Hosting optional
Für wen

Fachbereiche, die ihre erste Automatisierung selbst bauen wollen, und Unternehmen, die bereits auf Make laufen und keinen Grund für einen Wechsel haben.

Unser Urteil

Was Make im Mittelstand taugt

Make ist das Werkzeug, das wir am häufigsten schon vorfinden, wenn wir in ein mittelständisches Unternehmen kommen. Meistens hat es jemand aus dem Marketing oder dem Vertrieb eingeführt, es läuft, und es löst ein echtes Problem. Das ist ausdrücklich ein Kompliment: Make ist das zugänglichste der drei großen Automatisierungswerkzeuge, und eine laufende Automatisierung ist mehr wert als eine perfekte, die niemand gebaut hat.

Unsere Einschränkung betrifft nicht die Qualität, sondern die Kostenkurve. Die Abrechnung nach Operationen ist im Einstieg günstig und wird bei Volumen zum größten Posten im Stack. Der Effekt ist tückisch, weil er sich nicht ankündigt: ein Szenario, das im Test mit zehn Datensätzen läuft, kostet nichts, dasselbe Szenario mit dem echten Bestand kostet plötzlich vierstellig. Wir haben genau deshalb Make aus unserem eigenen Bau-Stack genommen und setzen für neue Systeme n8n ein.

Beim Datenschutz muss man zwei Schalter kennen, die beide nicht von allein umgelegt werden. Der AVV hängt an einem zahlenden Tarif, und die EU-Datenresidenz ist eine Einstellung im Konto, keine Voreinstellung. Wer beides gesetzt hat, hat für die Plattform selbst eine saubere Lage. Was auch dann bleibt: die Dienste, die dein Szenario aufruft, sind davon nicht erfasst.

Wenn du heute auf Make läufst und dich fragst, ob du wechseln solltest, ist unsere ehrliche Antwort meistens nein, jedenfalls nicht als Erstes. Wir schauen uns die drei teuersten Szenarien an, bauen die um, und lassen den Rest, wo er ist. Eine Migration um der Migration willen bringt dir keinen einzigen eingesparten Handgriff.

Einsatz

Wofür wir Make einsetzen

Erste Automatisierung im Fachbereich

Make ist das Werkzeug, mit dem am ehesten jemand ohne IT-Hintergrund einen funktionierenden Ablauf zusammenbekommt. Für den Einstieg und für kleine Abläufe mit überschaubarem Volumen ist das ein echter Vorteil.

Bestehende Szenarien weiterbetreiben

Viele Mittelständler laufen bereits auf Make. Wenn die Abläufe stabil sind und das Volumen die Kosten nicht sprengt, ist ein Wechsel selten die erste Baustelle. Wir migrieren dann gezielt die teuersten Szenarien und lassen den Rest liegen.

MCP

Kann ein KI-Agent Make ansteuern?

Offizieller MCP-Server

Der gehostete MCP-Server macht jedes Make-Szenario zu einem Werkzeug, das ein KI-Agent aufrufen kann. Damit erreicht ein Agent indirekt die über 3.000 Anwendungen, die Make anbindet, ohne dass du für jede einzelne eine eigene Schnittstelle bauen musst.

Datenschutz

Wo liegen die Daten, und gibt es einen AVV?

EU-HostingEU-Hosting optional

Make bietet EU-Datenresidenz über AWS-Regionen in Europa an, die sich in den Kontoeinstellungen aktivieren lässt. Sie ist nicht automatisch aktiv, das ist eine bewusste Umstellung.

AuftragsverarbeitungAVV ab bestimmtem Tarif

Ein AVV steht zahlenden Kunden zur Verfügung, nach Angaben von Make ab dem Team-Tarif. Im kostenlosen und im kleinsten Tarif solltest du davon ausgehen, dass du keinen belastbaren Artikel-28-Vertrag hast.

Der Haken

Auch mit aktivierter EU-Datenresidenz verlassen Daten die EU, sobald ein Szenario einen Unterauftragsverarbeiter oder eine KI-Schnittstelle außerhalb des EWR aufruft. Die Einstellung betrifft die Make-Plattform, nicht die Dienste, die dein Szenario ansteuert. Zweiter Punkt: die Abrechnung pro Operation macht schlecht gebaute Szenarien teuer, und zwar leise.

Stand der Prüfung: 8. August 2026. Das ist eine Rechercheeinordnung und keine Rechtsberatung. Anbieter ändern Tarife und Standorte, prüf die verlinkten Quellen vor einer Entscheidung.

Einordnung

Alternativen und Zusammenspiel

Alternativen: n8n, Zapier

Spielt zusammen mit: HubSpot, Airtable

In der Praxis

Use Cases, in denen Make vorkommt

FAQ

Häufige Fragen zu Make

Make oder n8n, was sollte ich nehmen?+

Für neu gebaute Systeme empfehlen wir n8n, weil es selbst hostbar ist und bei Volumen deutlich günstiger bleibt. Make ist die bessere Wahl, wenn ein Fachbereich ohne IT-Unterstützung selbst bauen soll und das Volumen klein bleibt. Wenn du bereits produktiv auf Make läufst, ist der Wechsel kein Selbstzweck.

Ist Make DSGVO-konform einsetzbar?+

Ja, mit zwei Bedingungen. Du brauchst einen AVV, der bei Make an einen zahlenden Tarif geknüpft ist, und du solltest die EU-Datenresidenz in den Kontoeinstellungen aktivieren. Beides passiert nicht von allein. Damit ist die Plattform abgedeckt, nicht aber die Dienste, die deine Szenarien aufrufen.

Warum wird Make bei uns immer teurer?+

Weil nach Operationen abgerechnet wird und jeder Schritt in einem Szenario zählt. Ein Ablauf, der eine Liste durchgeht und pro Eintrag drei Schritte macht, verbraucht bei 500 Einträgen 1.500 Operationen. Schlecht geschnittene Szenarien fallen im Test nicht auf und im Monatsbeleg schon. Das ist der häufigste Grund, aus dem wir Kunden auf n8n umstellen.

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